Menschen, die sich von Kindern (oder Jugendlichen) sexuell angezogen zu fühlen, beim Anblick von Kindern (oder Jugendlichen) sexuelle Gedanken haben oder sexuelle Fantasien mit Kindern (oder Jugendlichen) haben, versuchen oft, das zu verdrängen, als harmlose “Spinnerei” abzutun oder zu glauben, dass das wieder weg geht. Doch auch wenn diese Gedanken nicht wieder verschwinden, suchen sich die wenigsten Hilfe, wie sie damit umgehen könnte. Selbst dann, wenn sie sich selbst die oft erschreckende Frage “Bin ich pädophil?” stellen.
Aus diesem Grund bietet das Institut für forensische Therapie IFT mit dem “Nicht Täter Werden”-Programm die Möglichkeit, sich auf Wunsch auch anonym an uns zu wenden.
Das erklärte Ziel von „Nicht Täter Werden“ ist das Verhindern von Missbrauchshandlungen und dient damit dem Opferschutz.
Für die Betroffenen geht es darum, ihr problematisches und verborgenes auf Kinder oder Jugendliche gerichtetes Begehren zu erkennen und ihre Lust zu verstehen. Das Vorbeugen oder der Ausstieg aus einer klammheimlichen Solidarisierung mit Leidensgenossen im Netz, die meist zu einer Steigerung der Sehnsüchte und somit zu einer Verschlimmerung der Situation führt, und das Aussprechen von pädophilen/pädosexuellen Gedanken sollen dazu führen, das eigene Begehren zu kontrollieren und die Wünsche und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu respektieren.
Pädophilie ist zwar nicht heilbar, und doch ist es erlernbar, die Grenzen gegenüber Minderjährigen zu wahren.
Die Dauer der Betreuung beträgt im Schnitt etwa 2 Jahre.
Um einen möglichst raschen Zugang zu adäquater Hilfe zu gewährleisten, arbeitet das Institut für Forensische Therapie IFT eng mit ihrem langjährigen Kooperationspartner, der Männerberatung Wien zusammen, so dass auch über diesen Weg betroffene Personen zu uns wieterverwiesen werden können.
Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier: Nicht Täter Werden
Ansprechpartner: Jonni Brem
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